Rundum Kultur

Kein Lesen ist der Mühe wert,
wenn es nicht unterhält.
(William Somerset Maugham)

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MiltenbergFrankfurt bei Nacht

Bildband (in Bearbeitung)


Man sagt, die letzten Worte des großen Sohns der Stadt Frankfurt, Johann Wolfgang von Goethe, seien "mehr Licht" gewesen. Sieht man heute dasnächtliche Frankfurt, könnte man auf die Idee kommen, die Frankfurter hätten seine Worte als Aufforderung verstanden, ihre Stadt zum leuchten zu bringen. mehr …


MiltenbergStadtführer Miltenberg am Main

mit Bürgstadt, Großheubach und Kleinheubach


Es gibt kleine Städte, denen Großes gebührt. Miltenberg, das Fachwerkjuwel am Main, ist eine solche Stadtpersönlichkeit, die eine Würdigung durch einen angemesssenen Stadtführer verdient. Eine reiche Geschichte hat hier ein Stadtbild geprägt, das in seiner vortrefflichen Erhaltung zu den schönsten deutschen Kleinstadtbildern zählt. Unser Führer gibt zum diesem reizvollen Stadtbild die wichtigsten mehr …



Homberg-EfzeHomberg/Efze

Stadtführer

Zur Hessentagsstadt 2008 wurde das Fachwerkjuwel Homberg an der Efze gekürt, ein vor der Nominierung zu Unrecht nur mäßig beachteter Ort, dessen ästhetisches Potenzial sich endlich mit dem diesjährigen Großereignis voll entfalten kann. Im Hessentagsjahr 2008 ist im rundum kultur verlag der neue offizielle Stadtführer für Homberg an der Efze erschienen, der nicht nur den Hessentagsbesuchern konkrete Anleitung sein soll, sondern die hessische wie nichthessische Öffentlichkeit inspirieren und animieren will, auch sonst jederzeit zu Besuch zu kommen. mehr…


ButzbachButzbach

Stadtführer

2007 erlebt Butzbach in der Wetterau eine Renaissance.
Zum ersten Mal seit mehreren Jahrhunderten rückt das Fachwerkjuwel am Limes wieder ins Licht der Öffentlichkeit – als Stadt des Hessentages. Rege Renovierungs-, Erhaltungs- und Sanierungsarbeiten im Vorfeld erinnern an die Zeit, als das Städtchen zur Hauptstadt der Landgrafschaft Hessen-Butzbach aufstieg, und das Ergebnis dieser Geschäftigkeit kann sich deutschlandweit messen. mehr…

Publikationen in Kooperation mit Partnerverlagen

ButzbachFränkische Schweiz erleben


Die Fränkische Schweiz zählt zu Deutschlands malerischsten und kulturträchtigsten Mittelgebirgslandschaften. Sie ist mit ihren pittoresken Felspartien, romantischen Ruinen, ihren unverdorbenen Tälern und den zahlreichen Höhlenwundern wahrlich ein „Schlupfwinkel des deutschen Gemüts“. Eine enorme Fülle malerischer Szenerien und Denkmäler einer reichen Geschichte machen das Land im Städtedreieck Bamberg, Nürnberg und Bayreuth zur Erlebnislandschaft für Auge und Geist. Der Fotograf Herbert Liedel übernahm für das Buch „Fränkische Schweiz erleben“ den Part des Auges und hielt die schönsten Partien der Fränkischen Schweiz in Bildern voller Poesie und Romantik fest.

Die Geschichten, die hinter den Bildern stecken, erzählt Thomas Huth in unterhaltsamer und zugleich informativer Weise. Text und Bild ergänzen sich zu einem zeitgenössischen Panorama der Fränkischen Schweiz, das aufs Schönste belegt, dass Jean Pauls Satz „hier läuft der Weg von einem Paradies ins andere“ auch heute nichts von seiner Gültigkeit eingebüßt hat.

Preis: 11,80 €



ButzbachFranken erleben

Ein Bildband mit Texten von Thomas Huth

Franken – gibt es das überhaupt? mag sich mancher fragen. Kein Bundesland Franken zeigt Flagge auf der Landkarte Deutschlands. Nur wer das nördliche Bayern einmal genauer betrachtet, findet Landschaftsbezeichnungen wie Frankenwald, Fränkische Schweiz oder Frankenhöhe. Darüber hinaus tauchen die drei Regierungsbezirke mit den Namen Unter-, Mittel- und Oberfranken auf. Es gibt dieses Franken also doch. Es will entdeckt werden, es drängt sich nicht auf, biedert sich nicht an. Wer sich auf eine Entdeckungstour begibt, wird reich belohnt, denn Karl Immermanns Vergleich Frankens mit einem Zauberschrank, dessen Schubladen immer neue Überraschungen bereithielten, hat nichts von seiner Gültigkeit verloren.

Die Füllung dieser Schubladen besorgte Frankens reiche Geschichte, die von der Bestimmung des fränkischen Landes als Brücke zwischen dem deutschen Norden und Süden, als Durchzugsland zwischen West und Ost erzählt. Für den Reisenden von der Küste gibt das sonnige Mainfranken einen ersten Vorgeschmack des Südens, während Bayern und Österreichern das mitunter auch ernst protestantische Franken als Kostprobe norddeutschen Wesens erscheinen mag. Der sinnlich-jubilierende Barock Süddeutschlands ist hier ebenso zu Hause wie das grafisch-kontrastreiche Erscheinungsbild der alten Fachwerkstädte rheinisch-hessischer Prägung. Ohne allzu große Übertreibung darf man in Franken ein verkleinertes Abbild Deutschlands sehen, nicht zuletzt auch in der Vielfalt, die sicher das angenehmste Erbe jahrhundertelanger deutscher Kleinstaaterei darstellt.
Die Fotografen Elmar Hahn, Thomas Peter Widmann, Herbert Liedel und weitere haben für Sie die reich bestückten Schubladen des "fränkischen Zauberschranks" aufgezogen und laden mit ihren teils einfühlsam poetischen, teils repräsentativ dokumentarischen Fotos zu einer visuellen Rundreise durch das opulente kulturelle und historische Erbe Frankens inmitten seiner abwechslungsreichen Landschaft.
Getreu dem treffenden Satz, "man sieht nur, was man weiß'', versucht der Text, der eng den Bildmotiven folgt, Zusammenhänge und Werdegänge aufzudecken und nachzuzeichnen. Schließlich verband der Grafik-Designer Klaus Schinagl Bild und Text zum vorliegenden ästhetischen "Franken-Erlebnis".
Möge das Buch Einheimischen wie Gästen Frankens angenehme Erinnerung an die Attraktionen und den Charakter eines schönen Landes sein!

Franken ist ein Zauberschrank
Dass Franken ein Zauberschrank sei, befand Mitte des 19. Jahrhunderts der Düsseldorfer Dichter und Theaterprinzipal Karl Immermann. Er schuf damit ein poetisches Bild für eine Kulturlandschaft, deren hervorstechendes Charakteristikum die Vielfalt ist. Nirgendwo sonst im deutschsprachigen Raum trifft man auf so engem Raum auf so unterschiedliche Zentren, die ihre eigenen Traditionen, ihre eigenen historischen und künstlerischen Prägungen ausbildeten. Das Wort von einem verkleinerten Abbild Deutschlands beschreibt die Eigenart Frankens durchaus treffend. Die verschiedenen "Schubladen dieses fränkischen Zauberschranks" werden in der Buchpräsentation des Bildbandes "Franken erleben" vom Autor Thomas Huth aufgezogen, durchstöbert und die Funde in Wort und Bild vorgestellt.

ISBN 978-3-928645-30-0
304 Seiten
Preis: 22,00 €



ButzbachOberfranken erleben

Ein Oberfränkisches Panorama

Es ist kein leichtes Unterfangen, Oberfranken mit wenigen Worten zu charakterisieren. Selbst viele Worte werden dem Wesen der vielgestaltigen Region kaum gerecht, denn unter den drei fränkischen Regierungsbezirken darf sich Oberfranken sicher als der kontrastreichste rühmen. Seine Landschaften decken die gesamte Palette von sanft bis wild, von fruchtbar bis karg, von der Ebene bis ins schroffe Mittelgebirge ab.

Ein Winkel wie die Fränkische Schweiz wurde gar zum Inbegriff einer Traumlandschaft im Sinne der Romantiker, die dieses Gebiet Ende des 18. Jahrhunderts entdeckten.

Sucht man nach einem gemeinsamen Nenner von Steigerwald, Fränkischer Schweiz, Fichtelgebirge, Itzgrund und Frankenwald, wird man beim Hauptstrom Oberfrankens fündig, dem Main. Fast alle Wasser fließen ihm zu, nur im Nordosten, wo Franken am höchsten hinaus will, da entsendet das Dach Oberfrankens seine Bäche und Flüsse in alle Himmelsrichtungen.

Oberfrankens größter Trumpf aber ist, dass das bedeutende, mit dem es aufwartet, so selbstverständlich erscheint. Es sei nur an das großartige Weltkulturerbe der Bamberger Altstadt erinnert, das in seiner kleinteiligen menschenfreundlichen Struktur auch heute noch vor Lebensenergie und Quirligkeit nur so strotzt. Selbst der nicht minder großartige Dom ist bei aller Erhabenheit kein totes Museum seiner selbst, sondern lebendig genutzte Mitte des religiösen Bamberg. Er "funktioniert" wie in den Tagen seiner Erbauung vor fast achthundert Jahren.

Oder die großartige Gartenschöpfung der Markgräfin Wilhelmine in Sanspareil! Schon die Zeitgenossen des 18. Jahrhunderts gaben dem Park mit Recht den 'Namen "Ohnegleichen" - "Sanspareil". Die phantastische Umsetzung von Literatur in einen Garten, die dabei die felsig bizarren Vorgaben der Natur wirkungsheischend einbezieht, ist einzigartig in der europäischen Gartengeschichte, und dieser kunstvolle Gartenexot harmoniert aufs Schönste mit der herbschönen Juralandschaft Oberfrankens.

Wie schon eingangs gesagt, es bedürfte sehr vieler Worte, ein treffendes Bild Oberfrankens zu zeichnen, deswegen übernehmen die hervorragenden Aufnahmen des Fotografen Thomas Peter Widmann den Part, das Land in seinen vielfältigen Facetten vorzustellen. Der Text versteht sich als "Cicerone" durch diese oberfränkische Bilderwelt und folgt eng den Motiven. Text und Bild harmonisierte der Grafik-Designer Klaus Schinagl, damit das Buch in seiner Gänze dem schönen Land Oberfranken gerecht wird!


ISBN 3-928645-34-X
Preis: 11,80€



ButzbachMittelfranken – Impressionen einer Region

Vielfalt ist sein Trumpf

Mittelfranken liegt nicht in der Mitte. Jedenfalls nicht in der Mitte Frankens. Die lässt sich im Steigerwald lokalisieren, wo die drei bayerischen Regierungsbezirke Unter-, Ober- und Mittelfranken einen gemeinsamen Grenzpunkt haben, wahrnehmbar gemacht durch den so genannten "Dreifrankenstein". Und den wiederum gäbe es heute nicht, wenn man nicht im 19. Jahrhundert mit königlich bayerischer Verwaltungsakkuratesse die drei nördlichen Regierungsbezirke des Staates nach dem Stamm der Franken benannt hätte, der die Gegend ab dem 6. Jahrhundert geprägt hat.

Seither verwirrt dieses dreistufige fränkische Panorama all diejenigen, die mit einer gewissen Logik das mittlere Franken irgendwo zwischen dem unteren und dem oberen vermuten, quasi als Pufferzone zwischen den beiden "Extremen". In Wirklichkeit aber entpuppt sich die behördlich erdachte Bezeichnung Mittelfranken als Name für den südlichen Teil Frankens. Es ist das Land zwischen Wörnitz und Pegnitz, zwischen Steigerwald und Hesselberg, das seit 1838 als Mittelfranken firmiert und von der Bezirksmetropole Ansbach aus verwaltet wird. Unter Bayerns Zepter wuchs im 19. Jahrhundert zusammen, was schon immer zusammengehörte, aber dank deutscher Kleinstaaterei in eine Vielzahl kleiner und kleinster Einheiten zersplittert war. Als Mittelfranke empfand sich in Rothenburg, Spalt oder Fürth zuvor keiner. Man war Reichsstädter, Untertan des Eichstätter Fürstbischofs oder des Markgrafen in Ansbach. Nun unter "weiß-blauer" Herrschaft entdeckte man den "rot-weißen" Franken in sich. Paradoxerweise sind die Franken sich erst als Bayern ihres Fränkischseins so richtig bewusst geworden. Man muss Bayern danken, für Unter-, Mittel- und Oberfranken ...

Doch zurück nach Mittelfranken: Ist aus der Benennung eines Regierungsbezirks tatsächlich eine Identität geworden? Gibt es "den" Mittelfranken? Darauf lässt sich weder eine einfache noch eine eindeutige Antwort geben. Dekliniert man die Identitäten, die sich aus heutiger Sicht ergeben, an einem Beispiel durch, stößt man schnell an die Grenzen solcher Gruppenidentitäten. Nehmen wir als Fallbeispiel den "gemeinen Nürnberger", der in beinahe fünfhunderttausendfacher Ausfertigung sein maßgeschneidertes Biotop beiderseits der Pegnitz bevölkert. Der ist selbstverständlich zunächst mal Nürnberger, wenn nicht sogar im Speziellen Sebalder oder Lorenzer Altstädter. Dann ist er natürlich Mittelfranke, Franke ebenfalls – keine Frage. Bayer ist er als Staatsbürger sowieso und bei günstigen Gelegenheiten, zum Beispiel wenn Bayern im Allgemeinen gelobt wird, auch darüber hinaus. Das wird fallweise und flexibel entschieden. Außerdem ist er klarerweise Deutscher und damit automatisch guter Europäer. Und Kosmopolit ist der Nürnberger ohnehin, das bereitet keine Probleme, das war er schließlich immer schon. Da kommt also ganz schön was zusammen an "Identitäten". Wen wundert' s, wenn im intimsten Winkel seiner Seele der Nürnberger dann doch in erster Linie Nürnberger ist.

ISBN 3-928645-32-3
Preis: 13,80 €



ButzbachFranken – Impressionen

Ein Bildband mit Texten von Thomas Huth

Die Schubladen des "Fränkischen Zauberschranks" sind prall gefüllt mit Geschichte, herrlicher Natur, vielfältiger Kultur, Wein und Lebensfreude. Namhafte Fotografen wie Elmar Hahn und Herbert Liedel laden zu einer visuellen Rundreise.

Fotografie: Elmar Hahn, Herbert Liedel, u. a. · Text: Thomas Huth · Format: 24,3 x 30,0 cm, 144 Seiten, 172 farbige Abbildungen

Preis: 14,80 €



ButzbachWürzburg erleben

Wie ein irdisches Paradies

Viel preisendes wussten Dichter im Laufe der Jahrhunderte über Würzburg zu sagen. Den Reigen eröffnete Gottfried von Viterbo um 1190, der seiner Begeisterung geradezu hymnischen Ausdruck verlieh: "Trefflich ist die Lage, wunderschön erschien sie mir; ins Tal tief eingeschnitten liegt die Stadt wie ein irdisches Paradies." Hätte es damals schon einen Posten wie den des Fremdenverkehrsdirektors gegeben, wäre man an Gottfried von Viterbo kaum vorbeigekommen.

Gottfried ist beileibe kein Einzelfall. Goethe zählte Würzburg unter die schönsten deutschen Städte. Mozart sprach in einem Brief an seine Frau Constanze von "einer schönen, einer prächtigen Stadt". Heinrich von Kleist war da schon ein zäherer Kunde. Ihm gefiel Würzburg zunächst gar nicht, die Landschaft war zu kahl, die Leute zu katholisch: "Das Ganze hat ein echt katholisches Ansehn. Neununddreißig Türme zeigen an, dass hier ein Bischof wohne, wie ehemals die ägyptischen Pyramiden, dass hier ein König begraben sei."

Aber auch den widerspenstigen Kleist hat Würzburgs Charme umgedreht. Zwei Monate später hörte sich der vormalige Kritiker so an: "In der Tiefe, sagte ich, liegt die Stadt, wie in der Mitte eines Amphitheaters. Die Terrassen der umschließenden Berge dienten statt der Logen, Wesen aller Art blickten als Zuschauer voll Freude herab und sangen und sprachen Beifall, oben in der Loge des Himmels stand Gott." Da kam einer als nüchterner Preuße in die Stadt und verließ sie als Poet. Wer sagt's denn?!

Preis: 7,80 €



ButzbachRothenburg erleben

Gleichgültig wo und wann man auf der Welt an ein romantisches und geschichtsträchtiges Deutschland denkt, kommen einem Bilder wie die des Plönleins oder des Röderbogens in Rothenburg ob der Tauber in den Sinn. Zu Recht gilt die ehemalige Freie Reichsstadt an der Romantischen Straße, Deutschlands meistbesuchte Kleinstadt, als Bilderbuchstadt des Mittelalters.

Wolfgang Grötsch hat dieses „Bilderbuch“ in stimmungsvollen aktuellen Fotos festgehalten, die durch den begleitenden Text von Thomas Huth zu einem lebendigen Spaziergang durch dieses einmalige Kunstwerk alter Stadtbaukunst werden. Tauchen Sie in den vier reich bebilderten Kapiteln in gut achthundert Jahre Rothenburger Geschichte ein und erleben sie damit deutsche Vergangenheit in ihrem vielleicht malerischsten Denkmal.

ISBN 3-928645-38-2
Preis: 7,80 €



ButzbachFranken – Eine Fotoreise

Frankenland ist Augenland!


Frankens ungemein vielfältige Kulturlandschaft mit ihren wohl erhaltenen alten Städten, Kirchen, Burgen und Schlössern ist ein Fest für jedes sinnlich empfängliche Auge.

Die Fotografen Elmar Hahn, Herbert Liedel und Thomas Widmann laden mit stimmungsvollen Bildern aus allen Teilen Frankens zwischen Spessart und Fichtelgebirge, zwischen Rhön und Altmühl zu einer Fotoreise durch dieses abwechslungsreiche Land. Entdecken Sie die „Harmonie der Kontraste“, die Frankens unverdorbene Wesensart ausmacht.
Lebendige Texte von Thomas Huth stellen das jeweils Charakteristische der Regionen Frankens vor und machen diese „Fotoreise“ zu einer sinnlichen Reportage aus einem schönen Land!

ISBN 3-928645-41-2
Preis: 32 €



ButzbachSuche Frau …

… wochentags zum arbeiten, Wochenende zum Vergnügen

"Chemieblonde Sudetendeutsche sucht pflegeleichten Rentner!" Wie wird es dieser Dame, mit der wir vor etwa fünfzehn Jahren so folgenreich Bekanntschaft machten, wohl heute gehen? Ob sie Erfolg hatte? Wenn ja, endete dieses späte Glück in einem pflegeleichten Doppelgrab? - Wir können diese Fragen leider nicht beantworten. Auf jeden Fall hätten wir ihr ein guterhaltenes Rentner-Exemplar gegönnt, denn ihre Anzeige weckte in uns die Neugier auf die wunderbare Welt der Lebensglücksuchenden, auf eine Welt, die bevölkert ist von Menschen wie Du und wir, Latexfreunden, Dominas mit Rubensfiguren, linken Lehrern, Uniformverehrerinnen, Kleintierzüchtern und Vegetarierinnen mit den "kosmisch geistigen Dingen gegenüber aufgeschlossenen Seelen".

Aus annnähernd 350.000 Selbstdarstellungen griffen wir die Persönlichkeiten heraus, die mit besonders eigenwilligen und kuriosen Textschöpfungen für sich warben. Ob dieser Methode der Partnersuche überdurchschnittlich viel Erfolg beschieden ist, können wir nicht beurteilen. Eines aber haben die Inserenten auf jeden Fall erreicht: die Aufnahme in dieses Werk!
Süddeutsche Zeitung, Heim und Welt, Frankfurter Rundschau und Die Zeit erwiesen sich bei unserer Suche als die ergiebigsten Quellen - regionale Zeitungen dagegen boten kaum mehr als Hausmannskost.

Besonders die Zeitschrift Heim und Welt, die sich nicht nur aufopfernd um die zwischenmenschlichen Probleme in Herrscherhäusern und Prominenten-Haushalten sorgt, sondern auch durch geistreiche Kommentare ("Hier bellt Bulli"} besticht und mit präzisen astrologischen Voraussagen das Weltgeschehen unumstößlich festlegt, bietet dem Genießer die Erfüllung selbst entlegenster Wünsche. Für den "doppelherzgestärkten" Leser erweisen sich hier Zeugen Jehovas, undesbahnerwitwen, Halbhausbesitzer, Ostschweizer Bergbauern und strenge Nikolause als "Galama" für die Seele.
Wer sich dagegen Die Zeit vornimmt, findet sich dort im Kreise tiefempfindender Akademiker wieder, deren gesundes Selbstgefühl es verbietet, ihr Lichtlein unter den Scheffel zu stellen. Menschen, denen es gelingt auf Sylt Rotwein zu schlürfen und in der Toskana ein Pils zu trinken, die weder mit Kaviar noch Lachsersatz Berührungsängste haben und denen das abwechselnde Tragen von Pumps und Gummistiefeln zur zweiten Natur geworden ist, finden hier ihr paritätisches Lebensglück. Normale Menschen zwecklos! Die suchen am besten in der Frankfurter Rundschau und der Süddeutschen Zeitung - dort ist für jeden etwas dabei.

Dieses Buch hingegen bietet eine erlesene Sammlung von Meisterwerken der Eigenwerbung. Es gehört zum Wesen der Werbung, marktschreierisch und übertreibend zu sein. Bei der Partnersuche als speziellem Fall der Werbung verhält es sich nicht anders. Je skurriler, verblüffender, abseitiger, entlarvender oder dreister sich jemand anpries, desto größer waren seine Chancen, sich für unser Buch zu qualifizieren - und so hatten wir uns bald an das Außergewöhnliche gewöhnt.
Viele Anzeigen werfen kein gutes Licht auf den Zustand zwischenmenschlicher Beziehungen in unserer Gesellschaft. Und nur die Wenigsten sind mutig genug, ihre Einsamkeit öffentlich zuzugeben.

Aber keine Angst, wir wollen mit unserem Buch keinen Soziologen brotlos machen oder Ihnen gar zu einem schlechten Gewissen verhelfen. Im Gegenteil: Sie sollen Sich beim Lesen genauso amüsieren wie wir beim Auswählen. Dazu geben wir Ihnen nun genügend Gelegenheit!

Wir wollen diese einleitenden Worte nicht beschließen, ohne die üblichen Danksagungen ausgesprochen zu haben. Sie gelten zum einen den Inserenten, deren Vorstöße in bis dahin unerforschte Regionen des guten Geschmacks auch auf den Ihren nicht ohne Einfluß bleiben werden, und zum anderen dem Weingut Brennfleck in Sulzfeld und der Familie Smirnoff, deren Erzeugnisse wesentlich zur Erhöhung der literarischen Qualität dieses Werkes und unserer Leberwerte beitrugen.
Nun wünschen wir Ihnen beim Lesen mindestens so viel Spaß, wie wir beim Sammeln hatten!
"Ehemalige Pflegerin, vollbusig,

nimmt sexinteressierte Senioren bei sich auf, 3.200,- monatlich, Nachweis des Einkommens, zwei Tage auf Probe kostenlos."
In der Welt der Kontaktanzeigen gibt es nichts, was es nicht gibt. Die Herausgeber dieser köstlichen Fundgrube haben die kuriosesten Beispiele zusammengetragen - und dabei auch den Blick in entlegene Blättchen wie "Heim und Welt" nicht gescheut. Ihre schillernde Ausbeute spiegelt das ganze Drama der einsamen Herzen wider - von naturverbunden ("Kleiner Rasenmäher (165 cm) sucht passenden Rasen") bis dreist ("Ehepaar sucht sexinteressierten Herrn, der sich am Kauf eines Fachwerkhauses beteiligt"), von wählerisch ("Bitte keine dünnen Männlein oder Ausländer") bis anspruchsvoll ("Sind Sie eine behinderte junge Dame in der Schadensklasse A6/A8?").


ISBN 3-8218-4844-8
(leider vergriffen)
Preis: 7,95 €


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Thomas Huth
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60318 Frankfurt am Main

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