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Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an.
(Kurt Tucholsky)

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Triest – Juwel aus k. u. k.- Zeiten zwischen Meer und Karst
7-tägige Fahrt vom 25. - 31. Mai 2017


Jahrhunderte lang konnte sich die Hafenstadt Triest nicht gegen die Übermacht Venedigs behaupten, aber mit der Neuordnung Europas auf dem Wiener Kongress begann schließlich der kometenhafte Aufstieg zum wichtigsten Seehafen der Donaumonarchie. Die Stadt wurde reich, man sieht es ihr heute noch an, nirgendwo außerhalb Wiens lässt sich derart prächtige „Ringstraßenarchitektur“ bewundern wie in Triest. Das in weiten Teilen wohlerhaltene Stadtbild erzählt aber auch Geschichten vom römisch-antiken Tergeste, das schon vor Christi Geburt von einer Stadtmauer umfangen war, von der mittelalterlichen freien Reichsstadt und von der 1382 unter den Schutz der Habsburger „geflüchteten“ Konkurrentin Venedigs. Zum einmaligen Flair der Stadt der drei Nationen trägt aber auch die geradezu kühne Lage zwischen der Adria und den mächtigen Kalkwänden des Karstes. Im Rahmen einer siebentägigen Studienreise widmen wir uns der interessanten Stadtpersönlichkeit Triest, erkunden die spektakulären Naturphänomen des Karstes und unternehmen Abstecher in die Nachbarlandschaften Istrien und Friaul. Um das Zurücklegen der über 900 km lange Strecke nicht zu anstrengend werden zu lassen, werden wir bei Hin- und Rückfahrt im Lungau einen Übernachtungsstopp einlegen und die Fahrt für einige Besichtigungen unterbrechen.
   
25. 05. 17
Nach dem Start in Friedrichsdorf geht es auf direktem Wege über Nürnberg und München nach Salzburg. Dort unterbrechen wir die Fahrt, um die berühmte Italianità der Mozartstadt als Vorgeschmack unseres Reiseziels zu ergründen. Es gibt wohl kaum eine deutschsprachige Stadt, die sich in früheren Jahrhunderten bereitwilliger dem kulturellen Einfluss Italiens geöffnet hat als die Stadt an der Salzach. Nach unserem Stadtrundgang geht es dann weiter ins Herz der Ostalpen, in den Lungau, genauer nach Sankt Michael, wo wir im Stofflerwirt Quartier beziehen werden.

26. 05. 17
Auf dem Weg an die Adria macht uns der Tag mit zwei Höhepunkten der slowenischen Karstlandschaft bekannt. Über die Tauernautobahn, durch Kärnten und den Karawankentunnel erreichen mit der Krain die erste Region Sloweniens. An Ljubljana (Laibach) vorbei geht es dann nach Postojna (Adelsberg), wo wir eines der größten begehbaren Höhlensystem der Welt kennenlernen werden. Eine Bahn bringt uns einige Kilometer tief in den Berg – dort präsentiert sich das Reich der Stalagmiten und Stalaktiten in seiner ganzen fremdartigen Schönheit. Nicht weniger spektakulär nimmt sich Europas größte Höhlenburg Predjamski Grad aus. Schon im Mittelalter begann man den Ausgang von zwei Höhlen mit einer Burganlage zu verschließen und noch heute scheint die ganze Anlage kühn in einem Felsentor zu „kleben“. Nach soviel Unterwelt darf es dann auch wieder etwas mehr Licht sein und wir machen uns auf dem Weg ans Meer, zu unserem Standquartier für die nächsten Tage, dem zentral gelegenen NH-Hotel in Triest.

27. 05. 17
Die Erkundung von Triest beginnen wir wie es sich gehört im ältesten Teil der Stadt, der Siedlung römischen Ursprungs auf dem Hügel der Kathedrale San Giusto. In der Nachbarschaft der großen Festungsanlage liegen die unterschiedlichsten Sehenswürdigkeiten eng beieinander: frühchristliche Mosaike in der romanischen Kathedrale, eine pompöse Denkmalsinszenierung aus der Zeit Mussolinis und Überreste des antiken Tregeste. Der Borgo Teresiano, die Stadterweiterung aus der Zeit Maria Theresias, wird eines unserer Ziele sein, ebenso die prächtigen Paläste aus dem 19. Jahrhundert und der Canale Grande, an dessen Kaimauern James Joyce wohnte. Und natürlich darf eine Pause in einem der traditionsreichen Kaffeehäuser der Stadt nicht fehlen – die Triester Kaffeehäuser sind eine höchst angenehme Melange aus Wiener Kaffeehauskultur und italienischer Kaffeetradition. Am Nachmittag führt uns ein kurzer Ausflug zum Traum aus Marmor über dem Meer, zum Schloss Miramar. Der glücklose spätere Kaiser von Mexiko hatte diesen Bau mitsamt den prächtigen Gärten eigens für seine Frau Charlotte errichten lassen.

28. 05. 17
Heute begegnet uns ein gänzlich andere Landschaftstyp, wenn wir in die Ebene der Lagunen zwischen den Mündungen von Tagliamento und Isonzo reisen. Drei interessante Orte locken in die bisweilen etwas eintönige Gegend: Aquileia, Grado und das auf einem Felsen am Rande der Ebene gelegene Duino. Aquileia ist eine Gründung römischer Veteranen aus dem Jahr 181 v. Chr. Die günstige Lage am Südende der legendären Bernsteinstraße und zweier Passstraßen ins heute slowenische Hinterland verliehen der Stadt große Bedeutung, zu der später noch die Würde eines Patriarchensitzes kam. Von der Zerstörung durch die Hunnen 452 erholte sich die Stadt nie mehr und ist heute hauptsächlich wegen der antiken Ausgrabungen und der großartigen Basilika. Sie zählt zum Weltkulturerbe und beeindruckt vor allem durch ihre Mosaikböden aus der Zeit um 300. Der Niedergang Aquileias war der Aufstieg Grados. Ähnlich wie im Falle Venedigs zogen sich die Menschen aus der schutzlosen Ebene in die gut zu kontrollierende Lagune zurück. Vom späten 6. bis ins 12. Jahrhundert residierten in der Inselstadt eigene Patriarchen, von ihnen kündet noch heute die eindrucksvolle Basilika Sant' Eufemia und ein zugehöriges Baptisterium. Gänzlich anderer Art ist die letzte Station des Tages das Schloss Duino auf steiler Klippe über der Adria. Der stolze Bau in Händen der Familie Thurn und Taxis erlangte durch die Duineser Elegien Rainer Maria Rilkes literarischen Weltruhm. Nach der Besichtigung des Schlosses geht es über die an Ausblicken reiche Küstenstraße zurück nach Triest.

29. 05. 17
Zwischen der Stadtgrenze von Triest und der Grenze zu Slowenien liegen nur wenige Dörfer. Die Zerschlagung des alten Österreich hat Triest bis heute von seinem Hinterland abgeschnitten und in eine kaum entwicklungsfähige Randlage gedrängt. Diesem slowenischen Hinterland wollen wir uns heute mit drei besonderen Zielen widmen. Zunächst geht es auf die Karsthochfläche nach Lipica. Wir besuchen die berühmten weißen Pferde in ihrer namensgebenden Heimat. Das gepflegte Gestüt liegt inmitten traumhaft schöner Weidelandschaften. Nicht weit entfernt liegt der winzige Ort Hrastovlje mit seiner unscheinbaren Dreifaltigkeitskirche. Der kleine Bau hat es in sich! Die Wände sind komplett mit gut erhaltenen Freskenzyklen aus dem Mittelalter bedeckt – darunter auch einer der berühmtesten Totentänze. Zurückgekehrt ans Meer gönnen wir uns noch einen Aufenthalt in Piran, der stolzen alten Hafenstadt an der Küste Istriens. Wir bummeln durch die malerischen Gassen der gut konservierten Altstadt, lassen uns vom repräsentativen Hauptplatz beeindrucken und werden auf Schritt und Tritt an den Komponisten Tartini erinnert. Danach geht es auf schnellstem Wege zurück nach Triest:

30. 05. 17
Heute heißt Abschied nehmen von der Adria, aber der erste Tag der Rückfahrt bietet noch einiges, das uns von der Autobahn lockt. Da uns der Rückweg durch Friaul führt, werden wir zunächst eine kurzen Stopp in Palmanova einlegen. Die 1593 auf dem Reißbrett gegründete Stadt zeigt noch heute ihren kunstvollen sternförmigen Grundriss aus der Zeit der Renaissance. Anders stellt sich die Provinzhauptstadt Udine dar. Zu Füßen des Burgberges erfreut ein schönes altes Stadtbild rund um die Loggia del Lionello. Unser Augenmerk gilt hauptsächlich dem Dom und dem Bischofspalast, der hauptsächlich wegen seiner Fresken von Giovanni Battista Tiepolo besuchenswert ist. Bevor wir in der Nähe des Wurzenpasses einen ersten Alpenkamm überschreiten wagen wir noch einen Blick in die Kirche von Pontebba am Tagliamento. Die Ausstattung ist ein Gruß des Nordens auf der Südseite der Alpen! Danach geht es über die Autobahn zum bekannten Stofflerwirt nach Sankt Michael.

31. 05. 17
Die Rückfahrt nach Friedrichsdorf soll nicht über Gebühr in der Länge gezogen werden, daher legen wir an diesem Tag unseren Stopp dort ein, wo es sich fahrtechnisch am besten einbinden lässt.



Änderungen im Ablauf und im Programm unter Vorbehalt.

  • Abfahrt
    25.5.2017 um 7:30 Uhr in Friedrichsdorf, Cheshamer Straße, gegenüber von Schuh Braun
  • Rückkunft
    31.5.2017 ca. 21:00 Uhr in Friedrichsdorf
  • Reisepreisrücktrittsversicherung
    Abschluss auf Anfrage über rundum kultur möglich
  • Reisepreis:
    Im Doppelzimmer 1088,00 €
    Im Einzelzimmer 1223,00 €

Leistungen:

  • 6 x Übernachtung mit Frühstücksbuffet im Hotel
  • 2 x Halbpension als 3-Gang Abendessen im Hotel
  • Moderner Komfort-Reisebus der Firma Greser Reisen, Marktheidenfeld
  • Der Bus steht die gesamte Reisedauer vor Ort zur Verfügung
  • Durchgängige Reiseleitung und Führungen durch Kunsthistoriker Thomas Huth
  • Eintritte, Reservierungsgebühren und örtliche Führungen: Höhlen Postojna, Höhlenburg Predjamski, Schloss Miramar, Schloss Duino, Basilika Aquiläa, Dreifaltigkeitskirche Hrastovjle, Gestüt Lipica, Bischofspalast Udine
  • Parkplatz- und Schwerlastgebühren
  • Straßenmaut in Österreich, Italien und Slovenien
  • Reisepreissicherungsschein

Die Hotels dieser Reise:

Hotel für die Zwischenübernachtungen bei Hin-und Rückfahrt am 25.5. und 30.5.2017:

Landhotel Stofflerwirt - Familie Doppler
Hutterstraße 11
A-5582 St. Michael
Tel. 0043 6477 8293
http://www.stofflerwirt.at/

Hier Übernachtung mit Frühstück und Halbpension als 3-Gang-Wahlmenü mit Salatbüffet. Kostenfreie Nutzung von Sauna, Dampfbad, Wärmekabinen

Hotel in Triest:

NH Hotel**** Triest
Corso Cavour, 7
34132 Triest – Italien
Telefon: +39 040 7600055
http://www.nh-hotels.it/hotel/nh-trieste

Das Hotel befindet sich 5 Gehminuten entfernt von Triest's Altstadt auf der einen sowie dem Mittelmeer auf der anderen Seite.


Anmeldungen über:
rundum kultur
Schleidenstr. 22
60318 Frankfurt a. M.
Tel.: 069 / 50 69 67 15
Fax: 069 / 50 92 76 95
E-Post: info@rundum-kultur.de
www.rundum-kultur.de

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Thomas Huth
Schleidenstraße 22
60318 Frankfurt am Main

Telefon 069 / 50 69 67 15
Telefax 069 / 50 92 76 95

Unsere Kern-Bürozeiten:
Mo.–Do. 10.00–16.00 Uhr

E-Mail info@rundum-kultur.de

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