Rundum Kultur

Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an.
(Kurt Tucholsky)

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Englische Gärten im Garten Englands
6-tägige Fahrt vom 09. – 14. Juni 2015


Wer von London aus in südlicher oder südöstlicher Richtung dem Meer zuwandert, wird die  Grafschaften Surrey, Kent und Sussex wie einen einzigen riesigen Landschaftsgarten erleben. Englands ureigenster Beitrag zur europäischen Gartenkunst ist also nicht von ungefähr die Nachahmung englischer Landschaft durch die Gestaltungskraft des Menschen. Es ist die Erhebung des Natürlichen zu einer Kunstform, die besser englisches Wesen ausdrückt als alle anderen Formen der bildenden Kunst.
Zwischen der Metropole London und den weißen Klippen Dovers gewährt noch heute eine Fülle prächtiger Gartenanlagen einen fast lückenlosen Einblick in die Geschichte der typischen englischen Landschaftsgärten. So ist zum Beispiel Sheffield Garden, ein Meisterwerk Capability Browns, des „Papstes“ des englischen Gartenstils, ein absoluter Höhepunkt der Gartengestaltung des ausgehenden 18. Jahrhunderts. Aber damit endet die Entwicklung keineswegs. Englands wohlhabender Adel und amerikanische „Neu-Engländer“ halten an dieser Tradition großer Gartenschöpfungen bis ins 20. Jahrhundert fest. Der vor gut 100 Jahren geschaffen Park von Hever stellt eine einzigartige Reminiszenz an die alten Gärten Italiens, von William Waldorf Astor mit Hilfe von mehr als 1000 Arbeitern dem eintönigen Marschland abgerungen, dar.
Neben den Gärten ist aber auch das „gute alte England“, wie es selbst bei uns heute noch von so manchem altmodischen Teeservice grüßt, mit vielen hübschen Dorf- und Kleinstadtbildern in Kent und Sussex vertreten.  Rochester und Rye sind zwei typische Beispiele alt-englischer Kleinstadtherrlichkeit. Besonders Rochester wirkt mit seiner Normannenburg und der überdimensionierten Kathedrale wie ein Extrakt aus Dickens besten Tagen. Und dann ist da noch das traditionsreiche Vorzeigebad Brighton, das  daran erinnert, dass die Engländer auch die „Erfinder des Seebades“ sind und damit  Europas Urlaubskultur von Usedom bis Benidorm begründet haben.

Reiseverlauf

Dienstag, 9. 6. 2015
Von Würzburg fahren wir mit einem Zwischenstopp für den Zustieg in Frankfurt über die Autobahn nach Calais/Dunkerque zur Fähre über den Ärmelkanal. Auf der Insel in Dover angekommen folgen wir der Küste in westlicher Richtung bis Eastbourne. Dort werden wir im Lansdowne Hotel für die nächsten Tage unser Standquartier beziehen.
Aufgrund der langen Fahrstrecke werden wir wohl keine Besichtigungsstopps einlegen – „Gesundheitspausen“ aber auf jeden Fall.

Mittwoch, 10. 6. 2015
Ein Spaziergang führt uns zu den berühmten „Seven Sisters“, einer der eindrucksvollsten Kreidefelsformationen der englischen Steilküste. Sie liegen zwischen Eastbourne, einem der am meisten frequentierten Seebäder Englands, und Brighton, der jungen alten Bademetropole Südenglands.
In Brighton widmen wir uns natürlich dem Royal Pavilion, einem der klassischen „follies“, wie sie für englische Exzentriker der wohlhabenden Sorte geradezu Pflicht waren. Der Mogulpalast mit der Innenausstattung eines Mandarinpalastes war das Liebesnest von König George IV. und seiner Geliebten Maria Fitzherbert.
Manches andere in Brighton belegt die immer noch fortwährende Liebe der Engländer zum Spleenigen, wie man an den zahlreichen bemerkenswerten Graffitis und vielen eigenwilligen Läden in der pulsierenden Stadt sehen kann. Es bleibt genügend Zeit für eigene Erkundungen.

Donnerstag, 11. 6. 2015
Bis zum Mündungstrichter der Themse wird uns der heutige Ausflug führen. Dabei steht zunächst der Garten rund um Leeds Castle, das „schönste Wasserschloss der Welt“, auf dem Programm. Der riesige Park stellte eine Mischung verschiedener Parkstile dar und hat als Krönung die auf zwei Inseln gelegene Schlossanlage.
Danach geht die Reise weiter nach Rochester, das mit seiner romanisch-gotischen Kathedrale, seiner an den Londoner Tower erinnernden Normannenburg und den vielen hübschen Straßenbildern ein überaus sehenswertes Ensemble darstellt. Reminiszenzen an Dickens bleiben nicht aus!
Sollte es die Zeit erlauben, gibt es auf dem Rückweg nach Eastbourne noch einen kurzen Stopp an einer Dorfkirche mit überraschendem „Innenleben“.

Freitag, 12. 6. 2015
Der Inbegriff englischer Gartenträume erwartet uns heute als erste Station. In Sissinghurst schufen Lady Victoria Sackville-West und Harold Nicolson in Jahrzehnte langer Arbeit ein zeitlos schönes Gartenkunstwerk, das geradezu ein Wallfahrtsort für gärtnernde Engländer geworden ist.
Great Dixter, der zweite Garten, den wir heute besichtigen werden, ist zum ersten ein denkbar großer Kontrast. Wo man in Sissinghurst sagen würde „weniger ist mehr“, gilt in Great Dixter im wahren Wortsinn die Maxime „mehr ist mehr“. Der Exzentriker Christopher Lloyd hat rund um ein mittelalterliches Herrenhaus einen Garten angelegt, der in seiner überquellenden Fülle sicher einzigartig ist.
Und als kleiner Kontrast zu all dem Grün der besuchten Gärten werden wir noch einen Bummel durch das malerische Seeräubernest Rye mit seiner viel fotografierten Mermaid Street machen.

Samstag, 13. 6. 2015
Zwei besonders eindrucksvolle Gärten haben wir uns für den letzten ganzen Tag in England aufgehoben. Zunächst besuchen wir Sheffield Park and Garden. Der ausgedehnte Garten ist, wie es sich für einen Klassiker des englischen Stils gehört, um eine Kette von vier Seen, deren Grundstruktur des 18. Jahrhunderts auf den berühmten Capability Brown zugeht, angelegt. Nirgendwo sonst fasziniert die Komposition verschiedener Blattfarben mehr als bei den Sträuchern und Bäumen dieses Gartens.
In Hever dagegen schließt sich der Garten als „moderne“ Komposition an ein Wasserschloss, in dem Anne Boleyn, die spätere Gattin Heinrichs VIII., ihre Kindheit verbrachte, an. Der Park mit seinen vielen italienischen Reminiszenzen wurde in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts für einen Spross der amerikanischen Millionärsfamilie Astor geschaffen. Er hatte seiner amerikanischen Heimat voll Verachtung den Rücken gekehrt und zelebrierte in Hever „good old Europe“.

Sonntag, 14. 6. 2015
Da die Rückfahrt genauso weit ist wie die Hinfahrt, werden wir uns über Dover, die Kanalfähre und die Autobahn so rasch wie möglich gen Würzburg bewegen.     

Abfahrt: Würzburg Hauptbahnhof um 06:30 Uhr
Zustieg: Frankfurt Oberforsthaus um 08:00 Uhr

Leistungen:
* 5 Übernachtungen im Hotel Lansdowne in Eastbourne mit Frühstück und abendlichem
   Dinner
* Fahrt im modernen Reisebus der Firma Dürrnagel
* Fährkosten über den Ärmelkanal
* Reisepreissicherungsschein
* Reiseleitung und Führungen durch den Kunsthistoriker Thomas Huth
* Eintritte in Brighton, Leeds, Rochester, Sissinghurst, Great Dixter, Sheffield, Hever
* Audioguides in Brighton, Leeds, Hever

Preis:
968 im Doppelzimmer
998 im Einzelzimmer

Mindestteilnehmerzahl:
18 zahlende Teilnehmer

Dem Veranstalter sind bei unvorhersehbaren Ereignissen Änderungen des
Reiseablaufs vorbehalten.

Die Reise findet statt
unter Zusammenarbeit von:












Anmeldung bei

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