Rundum Kultur

Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an.
(Kurt Tucholsky)

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Jugenstil, Moderne Kunst und sehr viel Geschichte in Lothringen
6-tägige Fahrt

Lothringen war mehr als tausend Jahre lang ein Zankapfel zwischen Frankreich und Deutschland, ein Land, das kaum als Brücke zwischen den Kulturen wirken konnte, dafür umso häufiger als Schlachtfeld in den Auseinandersetzungen der beiden mächtigen Nachbarn missbraucht wurde. Im Zeitalter der europäischen Einigung darf Lothringen nun endlich diese Brückenfunktion wahrnehmen und blüht in dieser Rolle sichtlich auf. Jüngster Beleg dafür ist das neue Centre Pompidou in Metz. Dieser spektakuläre Museumsneubau wurde mit bedacht in Metz errichtet, weil man hier auf Besucher aus Frankreich und Deutschland spekulierte. Die Rechnung ging auf: Metz, das vorher zumeist nur Zwischenstopp auf dem Weg nach Paris war, ist nun zum Ziel vieler Kunstfreunde geworden. Metz und die Region haben es verdient, denn es gibt hier eine Kulturlandschaft mit sehr reichem historischem und künstlerischem Erbe zu entdecken.

Bei einer sechstägigen Reise zu unserem westlichen Nachbarn stehen neben den beiden Metropolen Metz und Nancy auch die kleineren Kostbarkeiten auf dem Programm. Dazu zählen die „lothrinigische Sixtina“, die Dorfkirche in Sillegny, die Vauban-Bergfestung Montmedy, das abgelegene Wallfahrtsheiligtum Avioth oder die Werke des großartigen Bildhauers Ligier Richier in St Mihiel auf dem Programm. Als Zugabe winkt eine sanfte, fast unverdorbene Landschaft zwischen Maas und Mosel, deren heutige Stille kaum ahnen lässt, wie oft hier Kanonendonner den Ton angab.

Wir werden mit der spektakulären Festung Bitsch aber auch an diese traurigen Tage europäischer Geschichte erinnern. In den letzten Jahren haben die Franzosen dort ein herausragendes Museum für Auge, Ohr und Nase eingerichtet.
Zwei Tage sind den beiden rivalisierenden Hauptstädten Lothringens gewidmet: Metz und Nancy. Metz ist eine der geschichtsträchtigsten Städte Europas, seit gut 2500 Jahren stadtähnlich besiedelt und immer noch von reichen Zeugnissen dieser Geschichte geprägt. Wir werden dort Frankreichs älteste Kirche aus dem 4. Jahrhundert, die gotische Kathedrale mit dem größten Glasfensterzyklus einer Kathedrale überhaupt, das barocke französische Viertel und das wilhelminisch deutsche Bahnhofsviertel sehen. Außerdem besuchen wir das Museum Cour d’Or und das Centre Pompidou.   
Nancy dagegen ist die alte Residenzstadt des Landes und ist viel höfischer geprägt. Wir sehen dort die großartigen barocken Plätze des Stanislas Lescinsky (Weltkulturerbe), die alte Herzogsresidenz und vor allem das Museum der Schule von Nancy, denn Nancy zählt zu den wichtigsten Jugendstilmetropolen Europas.

Reiseverlauf

Sonntag, 2. 9. 2012

Von Darmstadt geht es über die Autobahn in die Südpfalz und von dort über landschaftlich reizvolle Strecken durch den Wasgau nach Bitche (Bitsch). Dort besuchen wir die Festung, die zu den eindrucksvollsten Barockfestungen Europas zählt.
Danach auf dem kürzesten Weg nach Thionville (Diedenhofen). Die Stadt war viele Generationen ein Mittelpunkt der lothringischen Eisen- und Stahlindustrie, wandelt sich aber mehr und mehr zum „Hightec-Standort“. Von allem unberührt blieb ein hübscher Altstadtkern und der einzige noch erhaltene Altar des Volkes aus der Zeit der Französischen Revolution.  
Unser Standort für die Reise wird hier das Hotel Kyriad Prestige *** im Zentrum sein. Abendessen im Hotel.

Montag, 3. 9. 2012

Heute ist der lothringisch-luxemburgisch-belgische Grenzraum unser Ziel. In früheren Jahrhunderten hatte diese Gegend besonders unter den vielen Kriegen zu leiden, umso überraschender ist es, dass sich hier einige bemerkenswerte Zeugnisse alter Kunst und Architektur erhalten haben. Zunächst fahren wir nach Cons-la-Grandville mit seinem Schloss aus der Zeit der Renaissance und des Barocks. Eine Innenbesichtigung ist nicht immer möglich und kann daher nicht verbindlich angekündigt werden. Durch das Tal der Chiers erreichen wir die Renaissancestadt Marville. Einst ein wichtiger Mittelpunkt und sehr wohlhabend künden heute nur stille Gassen mit Resten alter Palais von der einstigen Bedeutung. Besonders schön ist der Friedhof, der einer der interessantesten historischen Friedhöfe Frankreichs ist.
Die beiden letzten Besichtigungspunkte des Tages sind die Vauban-Festungsstadt Montemdy hoch über der Chiers und das „Wunder von Avioth“. In völliger Abgeschiedenheit hat sich in Avioth eine Wallfahrtstätte der Gotik erhalten, wie man sie so unverdorben kaum ein zweites Mal finden wird.
Danach auf direktem Wege über das belgische Virton zurück nach Thionville.
Abendessen im Hotel.

Dienstag, 4. 9. 2012

Der ganze Tag ist einer der geschichtsträchtigsten Städte Westeuropas vorbehalten: Metz.
Die Stadt war schon eine keltische Großstadt als die Römer kamen und die Stadt weiter vergrößerten. Zur Zeit der Merowinger und Karolinger war sie eine der Hauptstädte des Frankenreiches und in späteren Zeiten glanzvoller Bischofssitz und freie Reichsstadt.
Die wichtigsten Besichtigungspunkte werden die grandiose gotische Kathedrale St-Etienne, das Musée Cour d’Or in verschiedenen alten Bürgerhäusern und die moderne Außenstelle des Centre Pompidou, ein spektakulärer Bau des Shigeru Ban sein. Außerdem lernen wir das wilhelminische Bahnhofsviertel, St-Pierre-aux-Nonnains, Frankreichs älteste Kirche und manch charmanten Platz der alten Stadt kennen.
Über die Autobahn zurück nach Thionville. Abendessen im Hotel.

 Mittwoch, 5. 9. 2012

Ein Ausflug führt uns heute in die liebliche, streckenweise fast unberührte Landschaft des lothringischen Hügellandes zwischen Maas und Mosel. Über den bekannten Schlachtenort Mars-la-Tour und die alte Bischofsresidenz Hattonchatel gelangen wir nach St-Mihiel. Dort gibt es in der Kirche St-Etienne eines der großartigsten Werke der frühen Renaissance außerhalb Italiens zu sehen: die Grablegung aus der Hand des Bildhauers Ligier Richier.
Über den Butte de Montsec mit einem grandiosen Ausblick über den Lac de Madine gelangen wir nach Pont-a-Mousson. Dort beeindruckt der dreieckige Marktplatz mit dem Haus der sieben Todsünden. Entlang der Mosel erreichen wir Jouy-aux-Arches. Schon der Ortsname verrät, dass hier „besondere Bögen“ zu sehen sind. Es sind die Reste des großen römischen Aquädukts über die Mosel, nach dem Pont du Gard das beeindruckendste Denkmal dieser Art in Frankreich. Und zum Schluss erwartet uns mit der Dorfkirche in Sillegny noch ein besonderes Glanzlicht. Übertreibend wird die Kirche gerne „lothringische Sixtina“ genannt und die komplett erhaltene Ausmalung aus dem 15. und 16. Jahrhundert ist recht eindrucksvoll.
Über die Autobahn geht es zurück nach Thionville.
Abendessen im Hotel

Donnerstag, 6. 9. 2012

Streng genommen ist Metz gar keine lothringische Stadt, jedenfalls hat es in seiner Geschichte so gut wie nie zum historischen Lothringen gehört. Nancy, das Ziel des heutigen Tages, dagegen war viele Jahrhunderte dessen Hauptstadt und hat viel vom Glanz der alten Residenz bewahrt. Das gilt für das großartige barocke Nancy, das unter dem polnischen Exilkönig Stanislas Leczynski sein Gesicht erhielt, und es gilt für das Nancy der Renaissance, dem die Lothringer Herzöge den Charakter aufprägten. Wir sehen die großen Plätze der Stadt, die barocke Kathedrale, die Altstadt aus der späten Gotik und der Renaissance. Natürlich lassen wir uns auch vom Nancy des Jugendstils verzaubern und werden unter anderem das Musée de l’École de Nancy besuchen. Zum Schluss wird uns ein Abstecher nach Port-St.-Nicolas führen, wo wir das „Nationalheiligtum Lothringens“, die Wallfahrtsbasilika zu Ehren des heiligen Nikolaus besuchen -  ein Bau, der in nichts einer echten Kathedrale nachsteht.
Über die Autobahn geht es zurück nach Thionville.
Abendessen im Hotel.

Freitag, 7. 9. 2012

Den Abschied von Lothringen zögern wir durch den Besuch einer Burg, die zu den Paradestücken der lothringischen Denkmalpflege gehört, hinaus. Von Thionville geht es Mosel abwärts zur Festungsstadt Sierck-les-Bains. In einem Seitental liegt die Burg Malbrouck oder Mensberg. Die Burg ist zu einem großen Teil wieder aufgebaut und beherbergt ein gut inszeniertes Burgmuseum.
Auf dem Heimweg nach Darmstadt werfen wir noch einen Blick auf die Saarschleife bevor es über die Autobahn nachhause geht.

 

Leistungen:

  • 5 Übernachtungen mit Frühstücksbüfett und abendliches 3 Gang-Menü
  • Örtliche Kur- bzw Ortstaxe
  • Fahrt im modernen Reisebus der Firma Klieber
  • Reiseleitung und die meisten lokalen Führungen durch den Kunsthistoriker Thomas Huth
  • Maut- und Parkplatzgebühren
  • Eintritte in: Festung Bitch, Schloss Cons (wenn geöffnet), Citadelle Montmedy, Musée Cour d’Or in Metz, Centre Pompidou in Metz, Krypta der Kathedrale in Metz,

Musée de l’École de Nancy in Nancy, Einlass in St-Nicolas, Burg Malbrouck

  • Führung durch die aktuelle Ausstellung im Centre Pompidou Metz
  • Reisepreissicherungsscheine
  • Ein Freiplatz im EZ für eine Begleitperson der Vhs





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