Rundum Kultur

Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an.
(Kurt Tucholsky)

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Die Lausitz
6-tägige Fahrt

 

Das Land am Oberlauf der Spree und an der Neiße bis hinauf zur Grenze Böhmens, die Lausitz, ist der einzige Landstrich, in dem sich eine deutsch-slawische Mischkultur bis zum heutigen Tag erhalten hat. Zwischen Bautzen, Görlitz und Cottbus haben Sorben und Wenden ihre eigene Sprache, Kultur und Tradition über Jahrhunderte bewahren können, so dass hier in unmittelbarer Nachbarschaft zu Polen und Tschechien die Erinnerung an die einst durchgehende slawische Besiedlung auf dem Boden Sachsens und Brandenburgs immer noch gegenwärtig ist. Inmitten einer abwechslungsreichen Landschaft, die von weiten Sumpfgebieten des Spreewaldes bis hin zu den steilen Felsklippen des Zittauer Gebirges reicht, lockt die Lausitz mit bedeutenden Kulturschätzen und zahlreichen historischen Stadtbildern unter denen das von Görlitz zu den schönsten Deutschlands zählt.
Bei unserer siebentägigen Fahrt in diese Region stehen neben den historischen Zentren wie Bautzen, Görlitz, Cottbus und Zittau natürlich auch die großartigen Parkschöpfungen des Fürsten Pückler in Bad Muskau und Branitz auf dem Programm. Außerdem statten wir unserem polnischen Nachbarn im Riesengebirge einen Besuch ab. Wir erleben damit eine Region, die sich mehr und mehr ihrer Brückenfunktion zwischen deutschem und slawischem Kulturkreis bewusst wird und immer stärker in die Mittlerrolle zwischen den Kulturen und Nationen hineinwächst. Was das vereinigte Europa in positivstem Sinne sein kann, ist hier an Spree, Oder und Neiße in kooperativ gelebter multinationaler Nachbarschaft bereits Wirklichkeit.

1. Tag
Anreise über die Autobahn Hof, Chemitz und Dresden nach Görlitz. Aufgrund der langen Strecke ist von längeren Besichtungsstopps eher abzuraten, möglich wäre ein kurzer Besuch von Zwickau, das durch einen hübschen geschlossenen Stadtkern erfreut, merkwürdigerweise aber selten besucht wird.

 

 

2. Tag
Entlang der Lausitzer Neiße, die heute Deutschland von Polen trennt, erreichen wir Bad Muskau mit der großartigsten Parkschöpfung des Fürsten Pückler-Muskau. Der Fluss selbst gehört hier zu den wichtigsten gestalterischen Elementen des ausgedehnten Landschaftsparks und ein Spaziergang durch den Garten ist damit auch ein grenzübergreifender deutsch-polnischer Spaziergang. In Branitz vor den Toren der Niederlausitz-Metropole Cottbus erleben wir einen weiteren Garten des Fürsten Pückler, seine letzte Creation und zugleich seine letzte Ruhestätte in der Erdpyramide im großen See. Cottbus selbst gefällt besonders in seinem kleinen erhaltenen Altstadtkern und als besonderes Bonbon bietet die brandenburgische Stadt eines der schönsten Jugendstiltheater Deutschlands.

3. Tag
Der gesamte Tag ist der alten Tuchmachermetropole Görlitz gewidmet. Neben dem wohl bedeutendsten historischen Stadtbild der Renaissance in Deutschland stehen St. Peter und Paul, die Heiliggrabkapelle, das zurecht berühmte Jugendstilkaufhaus und das Kulturhistorische Museum auf dem Programm. Der Rest des Tages steht zur freien Verfügung.

 

 

4. Tag
Der heutige Tag führt in die Bergwelt des Riesengebirges und in eine besonders reizvolle Stadt Niederschlesiens, nach Hirschberg. Hirschberg, heute Jelenia Góra, beeindruckt durch einen unzerstörten alten Stadtkern mit einem von barocken Bürgerhäusern gesäumten, fast südländisch anmutenden Hauptplatz. Außerdem werden wir der Heiligkreuzkirche, einer bedeutenden Schöpfung des „protestantischen Barocks“, einen Besuch abstatten. Über Myslakowice, dem einstigen Zillteral-Erdmannsdorf, wo die alpenländische Architektur der im 18. Jahrhundert angesiedelten Tiroler recht kurios anmutet, geht es in den Kurort Krummhübel (Karpacz) zu Füßen der Schneekoppe. Neben der reizvollen Landschaft ist noch eine hierher versetzte norwegische Stabholzkirche aus dem 13. Jahrhundert sehenswert. Über Agnetendorf, den Wohnsitz Gerhart Hauptmanns, geht es dann wieder zurück nach Görlitz.

5. Tag
Die Oberlausitz ist Thema des heutigen Tages. Zunächst lernen wir mit Löbau den Gründungsort des Oberlausitzer Sechsstädtebundes kennen. Neben dem gepflegten Altstadtkern interessiert besonders die 1933 von Hans Scharoun, dem Architekten der Berliner Philharmonie, errichtete Villa Schminke. Sie ist ein Schlüsselbau des modernen Wohnungsbaus und mutet selbst heute noch sehr futuristisch an. Über Obercunnersdorf mit seinen zahlreichen Umgebindehäusern geht es dann nach Herrnhut. Hier erinnern zahlreiche schlichte Barockhäuser an die berühmte Brüdergemeinde des Grafen Zinzendorf. Mit Zittau lernen wir dann die Metropole des Oberlandes kennen. Hier lassen wir uns größten mittelalterlichen Fastentuch (1472) mit seinen 90 Szenen aus dem Alten und Neuen Testament faszinieren und besuchen aber auch die stattliche Johanniskirche, die nach Plänen Karl Friedrich Schinkels erbaut wurde. Und zum Ausklang des Tages lassen wir uns von der bizarren Felsszenerie des Zittauer Gebirges rund um den Kurort Oybin beeindrucken.

6. Tag
Die Rückreise über die Autobahn folgt der gleichen Strecke wie die Hinreise. Man könnte die Fahrt für einen letzten Stopp in der Lausitz, in Bautzen, unterbrechen. Das schöne historische Stadtbild mit dem Dom St. Petri und der Alten Wasserkunst lohnen es.

6 Tage, 5 Nächte

Hotel * * * *

Reisepreis*:
im Doppelzimmer pro Person 855,00 EUR
Im Einzelzimmer 970,00 EUR






rundum kultur
Thomas Huth
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