Rundum Kultur

Die größte Sehenswürdigkeit, die es gibt, ist die Welt – sieh sie dir an.
(Kurt Tucholsky)

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Südböhmen
Eine sechstägige Fahrt ins Land der fünfblättrigen Rose

Wer an Böhmen denkt, denkt an Knödel und Bier, an Schweijk und Smetana, an Prag und die bekannten Bäder, aber Südböhmen ist für viele eher ein weißer Fleck auf der Landkarte ihrer Urlaubsziele, ein echtes „böhmisches Dorf“. Dabei ist das „Land der fünfblättrigen Rose“ rund um Krumau (Český Krumlov) und Budweis (České Budějovice) eine Region voller kultureller und landschaftlicher Attraktionen. Hier prägten einst mächtige Adelsfamilien wie die Rosenberger, die Schwarzenberger oder die Wittigonen mit ihren großzügigen Burg- und Schlossbauten das Land. Allein schon das reizvoll in einer Moldauschlinge gelegene Krumau ist mit seinem wohl erhaltenen Stadtbild und dem nach der Prager Burg zweitgrößten Schlosskomplex Tschechiens eine Reise wert. Aber auch die Schlösser Frauenberg (Hluboká) und Neuhaus (Jindřichův Hradec) sind einzigartige Zeugnisse einer reichen Adelskultur, wie sie sich in Mitteleuropa eigentlich nur in Böhmen entwickeln konnte. Nicht minder beeindruckend sind die Stadtplätze Südböhmens und dem benachbarten westlichen Mähren. Von Italien inspiriert entstanden städtebauliche Glanzleistungen wie der riesige Budweiser Hauptplatz oder der Stadtplatz in Teltsch (Telč), der sogar in der UNESCO-Weltkulturerbeliste verzeichnet ist. Und selbst ein Dorf dieser Region hat es in seiner Ursprünglichkeit in die berühmte Liste geschafft: Hollschowitz (Holašovice). Außerdem beeindruckt natürlich das reiche religiöse Erbe, das uns in den Klöstern Hohenfurth (Vyšši Brod) und Goldenkron (Zlatá Koruna) ebenso begegnen wird wie in den volkstümlichen Wallfahrtskirchen in Brünnl (Dobrá Voda) oder Schweinitz (Trhové Sviny).
Bei einer sechstägigen Standortkulturreise erkunden wir vom 9. bis 14. August 2015  die Region von Krumau aus.
     
Tag 1
Via Autobahn erreichen wir über Nürnberg, Regensburg und Deggendorf den Bayerischen Wald. Über Philippsreut gelangen wir dann in den Böhmerwald und passieren auf unserer Fahrt nach Krumau Wallern (Volary) mit Mitteleuropas „ältestem Urwald“, den Moldaustausee und den Geburtsort Adalbert Stifters, Oberplan (Horní Planá).
In Krumau angekommen unternehmen wir einen kleinen Orientierungsrundgang und beziehen unser Standquartier Hotel Mlýn an der Moldau.

 

Tag 2
Bevor wir uns Krumau widmen werden wir zunächst einen Tagesausflug nach Budweis, Frauenberg und Hollschowitz unternehmen. Zunächst besuchen wir eines der größten Schlösser des 19. Jahrhunderts, das ganz im Stil der Windsor-Gotik gehaltene Schloss Frauenberg. Die Fürsten Schwarzenberg haben hier ihrem enormen Reichtum ein letztes Denkmal gesetzt und in diesem Schloss von wahrhaft königlichem Ausmaß eine Fülle von Kunstobjekten verschiedener Jahrhunderte zusammengetragen.
Danach widmen wir uns der Südböhmenmetropole Budweis. Die Stadt an der jungen Moldau glänzt vor allem durch einen der größten Marktplätze Mitteleuropas mit einem schönen Bestand alter Fassaden. Außerdem ist der Dom St. Nikolaus ebenso einen Besuch wert wie der Komplex des ehemaligen Dominikanerklosters.
Der Rückweg nach Krumau führt uns noch über Hollschowitz, das mit seinem intakten alten Dorfbild schon des Öfteren als Filmkulisse diente.

Tag 3
Krumaus historisches Stadtbild ist in seinem guten geschlossen Erhaltungszustand vielleicht das wertvollste Stadtbaudenkmal Böhmens. In einer weiten Moldauschlinge baut sich malerisch gestaffelt das bürgerliche Krumau mit der Pfarrkirche Sankt Veit auf – vom anderen Moldauufer grüßt auf steilem Fels das riesige Schloss, das von den Familien Rosenberg, Eggenberg und Schwarzenberg über Jahrhunderte zu einem Residenzkomplex ausgebaut wurde, wie er schon fast mit der Prager Burg in Konkurrenz treten kann. Stadt und Schloss werden wir eines ausführlichen Besuchs würdigen und dabei auch den berühmten Maskensaal, das Schlosstheater und den barocken Schlossgarten kennen lernen.Ein kurzer Ausflug führt uns dann noch in das vor den Toren der Stadt gelegene ehemalige Zisterzienserkloster Goldenkron, eine Gründung der böhmischen Könige, mit seiner eindrucksvollen Kirche und dem schönen Kapitelsaal.

Tag 4
Teltsch liegt zwar schon in Mähren, ist aber auf jeden Fall einen Tagesausflug wert. Zunächst aber werden wir uns in Neuhaus umschauen. Die kleine Stadt war ebenfalls eine der Residenzen der mächtigen Familie der Witigonen und so treffen wir auch hier immer wieder auf deren Zeichen, die fünfblättrige Rose. Neben einem mittelalterlichen Kern beeindruckt die Schlossanlage vor allem durch ihren Renaissance-Loggienhof und das berühmte Renaissance-Rondell im Garten. Sollte es die Zeit erlauben, können wir in Neuhaus auch noch einen Blick auf die größte mechanische Krippe der Welt mit ihren 1756 Figuren (!) werfen.
Den Nachmittag verbringen wir in Teltsch, wo uns ein weiteres großes Schloss erwartet. Der „Star“ aber ist der langgestreckte Hauptplatz der kleinen Stadt. Er zählt zu den schönsten Renaissanceplätzen Europas und war daher auch schon zahlreiche Male Filmkulisse wie z. B. für die Woyzeck-Verfilmung von Werner Herzog.
Nach diesem Höhepunkt fahren wir durch die Teichlandschaft Südböhmens wieder zurück nach Krumau.

Tag 5
Das reizvolle Tal der oberen Moldau und einige kleine versteckte Kostbarkeiten stehen heute auf unserem Tagesprogramm. Dem Lauf der Moldau folgend gelangen wir über Rosenberg mit dem Stammschloss der gleichnamigen Linie der Witigonen nach Hohenfurth. Das 1259 von den Rosenbergern gestiftete Zisterzienserkloster war der kulturelle Motor in dieser einst völlig einsamen und schlecht zugänglichen Region des Böhmerwaldes. Erhalten haben sich neben der imponierenden großen Klosterkirche vor allem die schönen Bibliothekssäle und die Galerie gotischer Kunst.
Der weitere Tag macht uns mit weniger bekannten Kleinodien der Region bekannt. Wir werden die edle gotische Pfarrkirche von Unterhaid (Dolní Dvořiště) besuchen und die Wallfahrtskirche zur Heiligen Dreifaltigkeit in Schweinitz ansteuern. Der Barockbau gehört mit seinem Ambiten zu den Sonderlösungen böhmischer Baukunst und stellt auf höchst bemerkenswerte Weise eine Umsetzung der Dreifaltigkeitsidee in Architektur dar. Außerdem werden wir mit Sonnberg (Žumberk) noch ein seltenes Beispiel für ein Festungsdorf kennen lernen.

Tag 6
Den langen Weg nach Friedrichsdorf werden wir bevor wir den Kamm des Böhmerwaldes überschreiten noch in der Stadt Prachatitz (Prachatice) unterbrechen. Die einst stark befestigte Handelsstadt überrascht mit einem schönen Marktplatz und einer großen Fülle sgraffitogeschmückter Häuser.
Danach werden wir über Philippsreut den von der Anreise bekannten Weg zurück nach Friedrichsdorf einschlagen.

 

Leistungen:
* Fahrt im modernen Reisebus
* Übernachtung und Frühstück im 4-Sterne-Hotel Mlýn in Krumau, Abendessen am
   ersten Abend
* Reiseleitung und Führungen durch den Kunsthistoriker Thomas Huth
* Örtliche Reiseleitung durch den Kollegen Jarek Sýkora von der Staatlichen
   Schlösserverwaltung Tschechien
* Eintritte: Schlösser Krumau, Frauenberg, Teltsch, Neuhaus; Klöster Hohenfurth,
   Goldenkron
* Sämtliche Straßengebühren und Ortstaxen
* Reiseführer Südböhmen aus dem Michael Müller Verlag
* Reisepreissicherungsschein

 

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